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  2017-05-29: Schrottmarktbericht Mai 2017
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Schrottmarktbericht Mai 2017

Die Schrottpreisverhandlungen zogen sich auch in diesem Monat bis Mitte des Monats hin. Die Werke versuchten vehement die Preise nach unten zu drücken. Letztendlich ist ihnen dies für einzelne Sorten auch gelungen. Nur für Neuschrott konnte der Preis vom Vormonat durchgesetzt werden. Für alle anderen Qualitäten bewegten sich die Abschläge zwischen 3,00 und 5,00 Euro pro Tonne.

Die Auftragslage der Abnehmerwerke ist nach wie vor gut und die hohe Nachfrage für Neuschrott konnte teilweise nicht erfüllt werden. Trotz guter Konjunktur gibt es hier rückläufige Mengen am Markt zu verzeichnen. Interessant war die Aussage einiger Stahlwerksvertreter auf der Messe „Made in Steel“, die vom 17. – 19. Mai 2017 in Mailand stattfand. Der Wettbewerb der Betonstahlhersteller untereinander sei sehr hoch, da wichtige Absatzmärkte, wie z.B. Algerien, nach wie vor fehlen und eine gute Baukonjunktur nur in Deutschland festzustellen ist. Daher drängen viele Anbieter auf den deutschen Markt und unterbieten sich gegenseitig.

Immer schwieriger wird es verlässliche Preisinformationen über Lieferungen in die Türkei zu bekommen. Die Einkaufspolitik der türkischen Verbraucher ist sehr geschickt. Im Laufe des Monats kauften sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Ländern und das sehr unauffällig. Das Preisniveau konnten sie dadurch stabil halten. Trotz Ramadan besteht eine unvermindert hohe Nachfrage nach Schrott bereits für Juli.

Wie immer bei einer hohen Stahlwerksnachfrage nach Schrott kommt es zu Lieferschwierigkeiten mit der Bahn. Die Waggonverfügbarkeit war teilweise gleich Null und stellte Abnehmer und Lieferant vor große logistische Probleme.

Aussichten

Die Erzpreise sind in den vergangenen Tagen erneut gefallen. Noch wirkt sich das auf die Schrottpreise nicht aus. Bei dauerhaft niedrigen Erzpreisen, wird jedoch der Einsatz von Neuschrott zurückgehen, was sich dann erfahrungsgemäß deutlich auf die Preise für die Sorten E2/8 niederschlagen wird. Auch im Juni gehen wir davon aus, dass die Werke versuchen werden, die Schrottpreise weiter zurückzunehmen und dies trotz hoher Auslastung und hohem Schrottverbrauch. Angebot und Nachfrage werden hier die entscheidenden Faktoren bei den Preisverhandlungen sein.

Legierter Schrott

Während sich die Preise für Endverbraucher für alle Edelstähle in den letzten Monaten verteuert haben, bröckeln die Preise für die legierten Schrotte deutlich. Die Nickelnotierungen an der London Metal Exchange (LME) brachen regelrecht ein und lagen kurzzeitig unter 9.000 USD pro Tonne. Die Preise für Ferrochrom und Molybdän sind ebenfalls stark unter Druck. Bereits jetzt haben die Schrottpreise im Vergleich zum Vormonat um 100,00 Euro pro Tonne nachgegeben. Eine verminderte Nachfrage nach Edelstahlschrott im kommenden Monat könnte die Preise noch einmal abschwächen.

Aluminium

Die Auftragslage der Aluminiumhersteller läuft nach wie vor auf Hochtouren. Nichts desto trotz haben die Blockpreise deutlich nachgegeben und liegen zwischen 1.700 und 1.800 Euro pro Tonne. Die Preise für Sekundärschrotte haben nur leicht nachgegeben. Die Nachfrage übersteigt hier das Angebot. Im Primärbereich haben sich die Preise nur unwesentlich geändert. Nach wie vor werden Prämien bezahlt und dies trotz einer weltweiten Überversorgung.

Kupfer

Die Nachfrage der kupferverarbeitenden Industrie ist unverändert gut. Das Angebot an Kathoden ist ebenfalls gut. Die rückläufigen Börsennotierungen für Kupfer wirkten sich indes auf die Handelsaktivitäten der Recyclingbranche negativ aus, was dazu führte, dass die Abschläge der Hütten leicht zurückgingen. Aktuell scheint sich Kupfer bei einem Kurs von 5.600 USD pro Tonne eingependelt zu haben. Vorerst wird mit keinen großen Sprüngen nach oben gerechnet.

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