Schrottmarktbericht September 2019

Abkühlung der Konjunktur hat Auswirkung auf gesamte Stahlbranche

Entgegen allen Erwartungen haben die Stahlwerke im September keinen großen Bedarf an Stahlschrott angemeldet. Eine schwache Auftragslage und Absatzschwierigkeiten der Fertigprodukte führten zu Produktionskürzungen und einem reduzierten Rohstoffbedarf. Die Nachfrage in Deutschland, Italien und der Schweiz konzentrierte sich hauptsächlich auf die Sorten Stahlaltschrott und Stahlspäne während Neuschrott eher schwer abzusetzen war. Die konjunkturelle Abkühlung ist deutlich spürbar. Neben der Automobilindustrie zeigt auch der Werkzeug- und Maschinenbau seine Schwächen. Allein die Bauindustrie läuft noch rund. Die Preisverhandlungen waren hart und die Preisreduktionen von € 25,00/t  bis € 35,00/t, je nach Sorte und Zeitpunkt des Abschlusses, für den Handel schwer zu akzeptieren. Aber letztendlich zählte nicht der Preis, sondern der Absatz.

Aussichten

Für Oktober erwarten wir keine wesentliche Veränderung der Marktlage. Einige Werke haben angekündigt tage- oder wochenweise aus der Produktion zu gehen. Das wird den Druck auf die Stahlschrottpreise erhöhen. Bereits heute wird von weiteren Preisabschlägen in der Größenordnung von € 10,00/t bis € 20,00/t gesprochen.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Am Edelstahlmarkt herrschte große Unsicherheit, nachdem die Nickelkurse in kurzer Zeit nach oben schossen. Mit US$ 18.850,00/t hat Nickel Anfang September ein 5-Jahreshoch erreicht. Nachdem die indonesische Regierung angekündigt hatte, den geplanten Exportstopp von Nickelerzen um zwei Jahre vorzuziehen – also bereits zum 1. Januar 2020 – stand der Nickelmarkt Kopf. Zwischenzeitlich hat sich die Lage wieder beruhigt. Die Edelstahlwerke haben im gleichen Zug die Nickelinhaltspreise deutlich zurückgenommen und den Bedarf an Edelstahlschrott reduziert. Für das letzte Quartal wurde der Ferrochrompreis um knapp 2 % zurückgenommen. Sollte der Fe-Grundpreis weiter fallen reduziert sich in Folge auch der Preis für Edelstahlschrott.

Aluminium

Aluminium

Die Lage am Aluminiummarkt hat sich gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Die Blockpreise sind noch einmal gefallen, was die Situation im Sekundärbereich nicht besser macht. Die Preise für Aluminiumspäne haben sich weiter reduziert und die Anlieferungstermine für Halbzeug fähige Aluminiumschrotte schieben sich weiter nach hinten. So lange die Automobilbranche lahmt, wird sich an dieser Situation nichts ändern.

Kupfer

Buntmetalle

Aktuell bewegen sich die Kupfernotierungen zwischen US$ 5.650,00/t und US$ 5.800,00/t. Die Notierungen scheinen stark von der Entwicklung des Handelskonflikts zwischen den USA und China abzuhängen. Nach einem leichten Anstieg der Kupfernotierung, Mitte des Monats, haben sich die Kurse auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Abschläge der Werke sind unverändert hoch, da genügend Kupferschrotte im Markt sind.

Schrottmarktbericht August 2019

Stahlschrottpreise fallen nicht ins Sommerloch

Nach langem Warten hat es Mitte August einen Abschluss mit einem türkischen Stahlwerk gegeben. Die türkischen Werke warteten auf Preisreduzierungen, die sie nun offensichtlich auch durchsetzen konnten. Trotzdem sind noch immer Mengen für August offen. Europa zeigte sich davon unbeeindruckt. Die Preise für Stahlaltschrott sind, auf Grund einer stärkeren Stahlnachfrage im August, nahezu unverändert geblieben. Bis auf die italienischen Stahlwerke produzierten die meisten Werke in Deutschland und auch im benachbarten europäischen Ausland – vereinzelt mit reduzierter Schrottannahme -, aber immerhin mit gleichbleibend gutem Stahlschrottbedarf.

Aussichten

Die Stahlwerke leiden merklich unter der Kaufzurückhaltung der Endkunden und es gilt abzuwarten, wie sich die Auftragslage im Herbst entwickeln wird. Wie sich die abschwächende Nachfrage aus der Automobilbranche auswirken wird, ist heute noch schwer einzuschätzen. Die Stahlwerke leiden allgemein unter den hohen Rohstoffkosten. Von dem mittlerweile um fast US$ 40,00/t gefallenen Eisenerzpreis profitieren die Werke erst zu einem späteren Zeitpunkt, da Abrufaufträge noch bis zum Jahresende laufen. Wir rechnen mit fallenden Stahlschrottpreisen im September, auch wenn sich der Schrottentfall reduziert hat. Im Tiefseemarkt haben sich die indischen Abnehmer vorläufig aus dem Markt zurückgezogen.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Neben allen anderen börsennotierten Metallen ist Nickel eines der wenigen Metalle, das derzeit wieder einen Höhenflug erlebt. Nickel stieg im Laufe des Monats von US$ 11.150,00/t auf über US$ 16.500,00/t. Die Gründe sind nicht ganz nachvollziehbar. Anscheinend hat die Ankündigung der indonesischen Regierung, den Export für Nickelerze ab 2022 zu reduzieren, eine Nachfrage nach Nickel ausgelöst. Allerdings hat nun ein hochrangiger Vertreter des indonesischen Ministeriums für Energie und Bergbau vor Journalisten erklärt, dass es derzeit keine Pläne gäbe, die Exportpolitik von Nickelerzen zu ändern (Commerzbank Commodities). Dass sich der Bedarf an Nickel für Autobatterien in Elektroautos erhöht hat stimmt nur bedingt. Ein Nickeldefizit einiger asiatischer Edelstahlhersteller könnte ebenfalls ein Grund für den Börsenanstieg sein. Der Markt bleibt volatil und spekulativ, was sich aktuell in der Nickelnotierung von US$ 15.500,00/t widerspiegelt.

Aluminium

Aluminium

Die Börsennotierung für Aluminium ist seit 2016 erstmalig wieder auf den niedrigsten Stand gefallen und notiert aktuell bei € 1.530,00/t. Der Markt für Aluminium-Umschmelzblöcke ist ferienbedingt sehr ruhig. Die Nachfrage aus der Automobilbranche bleibt weiterhin abgeschwächt, so dass auch nach den Ferien mit weiter schwachen Aluminiumschrottpreisen zu rechnen ist.

Kupfer

Buntmetalle

Kupfer erreichte Anfang des Monats mit € 5.015,00/t ein Zweijahrestief und tut sich, nach all den angekündigten Strafzöllen von US Präsident Trump sehr schwer, aus der Talsohle herauszukommen. Auch die Verschiebung der Zölle bis Dezember hatte nicht zu einem Anstieg der Kupfernotierung geführt. Am Markt für Kupferschrotte ist das Angebot, aufgrund des niedrigen Kupferpreises und wegen der Urlaubszeit, reduziert. Die Hütten liegen voll und Anlieferungstermine verschieben sich bis in den Herbst.

Schrottmarktbericht Juni 2019

Stahlschrottpreise weiter im Abwärtstrend

Der Preisdruck am Stahlschrottmarkt setzt sich fort. Es lässt sich nicht mehr leugnen – die Stahlschrottpreise im ersten Halbjahr zeigen eine eindeutige Richtung nach unten. Produktionseinschränkungen in mehreren Stahlwerken in Deutschland und im benachbarten Ausland führen zu einer gedrosselten Stahlschrottnachfrage, was sich unmittelbar auf die Preise im Monat Juni auswirkt. Die Flachstahlproduktion läuft schwach, da der Stahlbedarf in der Automobilindustrie und im Maschinenbau  deutlich nachgelassen hat. Allein das Baugewerbe läuft noch auf Hochtouren. Dementsprechend fallen auch die Preisabschläge aus. Für Neuschrott wurden die Preise um 10,00 EUR pro Tonne zurückgenommen, während für Altschrott und Stahlspäne die Preise von unverändert bis minus 5,00 Euro pro Tonne ausfielen. Der Tiefseemarkt läuft weiterhin gut, auch wenn die Türkei in diesem Monat nicht die großen Mengen in Europa gekauft hat. Bedingt durch eine hohe Nachfrage aus Ägypten, Indien, Pakistan und Bangladesch wurden viele Abschlüsse in diese Länder getätigt.

Aussichten

Die europäische Stahlindustrie macht sich zunehmend Sorgen über die weitere Entwicklung des Stahlmarktes und fordert die EU Kommission auf, die im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachten Schutzklauseln auszubauen, da diese bislang nicht vor massiven Handelsumlenkungen als Folge der US-Stahlzölle schützen. Zusätzlich habe sich die konjunkturelle Lage der Stahlindustrie eingetrübt, erklärt Hans Jürgen Kerkoff Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. (www.stahl-online.de) Ein zusätzliches Problem stellen die hohen Produktionskosten und die hohen Rohstoffpreise dar. Hinzu kommen hohe Energiekosten und CO2-Abgaben, letztere haben ausschließlich innereuropäische Produzenten zu tragen. Die strengen europäischen Klimaziele machen es für die hiesigen Werke immer schwieriger mit den ausländischen Lieferanten zu konkurrieren, da diese keine dieser zusätzlichen Kosten tragen müssen.

Wir rechnen mit einer weiteren Preisreduzierung der Stahlschrottpreise, die durchaus bei 20,00 Euro pro Tonne ausfallen könnte. Sollten der Absatz in die Schweiz weiterhin eingeschränkt bleiben und die italienischen Abnehmer ihren Einsatz für neue Produktionsschrotte drosseln, wird sich das extrem auf die Preispolitik auswirken.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Entgegen aller Prognosen, dass Nickel auf Grund des höheren Bedarfs im Bereich der Elektromobilität noch dieses Jahr zum Höhenflug ansetzen wird, sieht die Realität derzeit ganz anders aus. Auch wenn sich die Nickelkurse aktuell bei 12.000 USD bewegen so zeigen sich davon die Edelstahlwerke wenig beeindruckt. Für Juli wurde bereits weniger Bedarf an Edelstahlschrott gemeldet und die Nickel-Inhaltspreise wurden wieder um ein paar Prozent nach unten gesetzt. Auch der Festpreis für Ferrochrom reduziert sich um rund 30,00 Euro pro Tonne. Bei aktuell fallenden Stahlschrottpreisen reduziert sich der Grundpreis ebenfalls. Für Juli sehen wir jedenfalls keine wesentlichen positiven Veränderungen.

Aluminium

Aluminium

Nach wie vor bestimmt ein großes Angebot an Aluminium den Markt sowohl bei Blöcken als auch bei Primäraluminium. So hat China für Mai mit 2,98 Millionen Tonnen Aluminium die zweithöchste Monatsproduktion aller Zeiten erreicht. (NE-Metalle Monitor Nr. 13) Die sich abschwächende Nachfrage aus der Automobilbranche belastet die Blockpreise und wirkt sich stark auf den Aluminium-Sekundärmarkt aus. Die Preise für Aluminiumschrotte haben sich noch einmal reduziert. Noch scheint der Boden nicht erreicht. Da im Monat August die meisten Sekundärwerke in Italien geschlossen sind, wird sich ein Überhang an Sekundärschrotten besonders an Aluminiumspänen aufbauen, was sich durchaus negativ auf die Preise auswirken kann.

Kupfer

Buntmetalle

Die Schwankungen an der LME für börsennotierte Metalle gehen einher mit den Handelsstreitigkeiten der USA gegen den Rest der Welt. Demzufolge hat auch der Kupferkurs schwer gelitten und ist unter 5.800 US Dollar pro Tonne gefallen. Er markiert damit ein neues Fünfmonatstief. Auch in den letzten zwei Wochen hat sich an dieser Situation nichts geändert. Auf dem deutschen Kupfermarkt macht sich zunehmend die Abschwächung der Konjunktur bemerkbar. Die Abschläge der Hütten auf die LME Notierung haben sich leicht erhöht. Am Markt herrscht ein Überhang an guten Kupferschrottqualitäten. Bedingt durch den Importstopp an Kupferkabeln durch China verbleibt ein hoher Anteil an Kupferkabeln in Europa und wird granuliert. Langfristig sehen Analysten weltweit eine steigende Nachfrage durch die angestrebte Energiewende, der Trend zur E-Mobilität und vermehrtem Elektronikeinsatz im PKW. Für das dritte Quartal wird ein Preisniveau von 6.200 US Dollar erwartet. Die Hoffnung, wie gesagt, stirbt zuletzt.

Schrottmarktbericht Mai 2019

Reduzierte Nachfrage, abschwächende Konjunktur – Signale für weitere Preisabschläge

Wie im Vormonat berichtet, waren im April nur in Italien Preisabschläge für Stahlschrott zu verzeichnen. Alle anderen Länder haben nun im Mai eine deutliche Preiskorrektur nach unten vorgenommen. So haben die Werke in Deutschland, Luxemburg, Frankreich und den osteuropäischen Ländern im Mai die Preise zwischen 10 und 25 Euro pro Tonne zurückgenommen. Das war nur möglich, da es nur begrenzte Exportmöglichkeiten in Drittländer gab. Die italienischen Stahlwerke versuchten ebenfalls die Preise um 10 Euro pro Tonne zu senken. Dem widersetzte sich der Handel entschieden. Die gute Nachfrage der Stahlschrottverbraucher in der Schweiz und Luxemburg trugen letztendlich dazu bei, dass man sich mit den italienischen Abnehmern auf eine Preisreduktion von 5 Euro pro Tonne einigen konnte.

Aussichten

Die Meinungen über die Preisentwicklung der Stahlschrottpreise im Juni sind unterschiedlich. Während die Nachfrage im Baustahlbereich noch zufriedenstellend ist, geht die Nachfrage im Flachstahl und niedrig legiertem Werkzeugstahl deutlich zurück. Die Automobilzuliefererindustrie klagt über niedere Bestellmengen und einen unerbittlichen Preisdruck, den die OEMs derzeit  ausüben. Die Absicht der europäischen Stahlhersteller ihre Preise zu erhöhen, dürfte angesichts dieser Situation nicht möglich sein. Auch wenn die türkischen Werke ihren Absatz an Fertigprodukten steigern konnten, da die US-Regierung den Zoll auf türkische Stähle Mitte des Monats von 50 Prozent auf 25 Prozent senkte, werden sie die kurzfristig höheren Schrottpreise angesichts der europäischen Marktlage wieder zurücknehmen. Die Schweiz hat für Juni keinen Schrottbedarf aufgrund mangelnder Aufträge angekündigt. Arcelor-Mittal wird die Produktion in Deutschland  und Frankreich ebenfalls reduzieren; so auch die italienischen Werke. Das alles lässt auf weitere Preisreduktionen für Stahlschrott schließen.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Im allgemeinen Abwärtssog, den der erneute Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgelöst hat, kam auch Nickel stark unter Druck. Nach Kursen Anfang Mai von 11.750 USD hat sich die Notierung Ende des Monats auf 12.065 USD ein wenig erholt. Auf die Preise für legiertes Material hat sich das nur unwesentlich ausgewirkt, da die Vergütungsquoten für den Nickelinhaltspreis deutlich zurückgenommen wurden. Nicht für Juni sondern bereits für Juli haben die Edelstahlwerke ihren Bedarf an Edelstahlschrott zurückgefahren.

Aluminium

Aluminium

Die Lage am Aluminiummarkt ist alles andere als rosig. Die Aluminiumblockpreise sind noch einmal in Folge gefallen. Die Nachfrage der Automobilindustrie stagniert international wie national, da der Automobilabsatz  weltweit gefallen ist. Der chinesische Automobilabsatz z. Bsp. geht seit einem Jahr zurück und ist allein im Mai im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel zurückgegangen, was besonders die deutschen Produzenten treffen dürfte. (Finanzwoche Nr. 21 / 30.05.2019) Die rückläufigen Blockpreise wirken sich unmittelbar auf den Aluminium Sekundärmarkt aus. Die Preise gehen weiter zurück. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Auch im Primärbereich verschlechtern sich die Konditionen. Die Nachfrage trübt sich ein bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen.

Kupfer

Buntmetalle

Seit Donald Trump den Druck auf China seit Anfang Mai erhöht hat, haben die Kursnotierungen für Kupfer an der LME deutlich nachgegeben. Die Kurse sind seit dem 30. April 2019 von 5.740 Euro pro Tonne auf 5.230 Euro pro Tonne gefallen, was sich unmittelbar auf die Handelsaktivitäten ausgewirkt hat. Die Schrottverfügbarkeit ging im Laufe des Monats deutlich zurück. Aber auch die Hütten klagen über eine spürbar nachgelassene Nachfrage vor allem im Automotive-Bereich. Im Moment fehlen die Impulse aus der Wirtschaft sowie der Finanzanleger.

Schrottmarktbericht April 2019

Stimmung auf dem Stahlschrottmarkt gedämpft

Die Nachfrage aus der Automobilindustrie ist deutlich rückläufig. Vor diesem Hintergrund haben die Abnehmerwerke in Italien hart verhandelt und Preisabschläge gefordert. Da die Schweiz keine Stahlschrottmengen importierte und sich ausschließlich aus dem Binnenmarkt versorgte, musste der Schrotthandel im Süden Preisreduzierungen in Italien zwischen € 3,00/t bis € 8,00/t hinnehmen. Davon ausgenommen waren die Sorten eins und drei, Altschrott sowie Industrie- und Abbruchschrott, da hier noch Altverträge aus dem Vormonat in Drittländer zu bedienen waren und die gute Nachfrage keine Preisabschläge zuließen. In Deutschland, Luxemburg und Frankreich blieben die Preise unverändert auf dem Vormonatsniveau. Die Stahlschrottpreise im Tiefseemarkt haben sich im Laufe des Monats stabilisiert. Nachdem die Käufer Anfang des Monats günstigere Preise durchsetzen konnten, haben sich die Handelsaktivitäten erholt. Die Nachfrage aus anderen Drittländern, wie Indien, Pakistan und Ägypten haben den Preisrückgang gestoppt. Zuletzt haben sich höhere Preise am Markt durchgesetzt.

Aussichten

Die negative Wirtschaftslage ist derzeit der entscheidende Faktor für die Preisentwicklung im Mai. Auch wenn eine sich abschwächende Konjunktur aktuell noch nicht überall spürbar ist, reagieren die Stahlwerke und die gesamte Stahlrecycling-Branche vorsichtig. Bezüglich der Preisentwicklung im Mai rechnet die Branche, bei einer gemäßigten Nachfrage, mit weiter fallenden Preisen.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Die Nickelkurse verloren im Laufe des Monats deutlich und fielen von US$ 13.150,00/t auf US$ 12.265,00/t. Eine immer noch anhaltend gute Nachfrage der Edelstahlwerke verhinderte bisher einen größeren Preisabschlag für Edelstahlschrotte.

Aluminium

Aluminium

Die Niedrigpreisphase im Sekundärbereich hält nach wie vor an. Die Preise für Sekundärschrotte, wie Aluminiumspäne, Aluminiumguss und andere Qualitäten waren leicht rückläufig, da die Blockpreise noch einmal nachgegeben haben. Aktuell scheint der Abwärtstrend gestoppt. Auch im Primärbereich sind die Preise erstmals unter Druck geraten. Lange Lieferzeiten für Primärschrotte bei den Aluminiumschmelzwerken sorgen in der Branche für Probleme. Die Lagerkapazitäten sind teilweise erschöpft.

Kupfer

Buntmetalle

Seit Februar treten die Kupfer- wie auch die Aluminiumpreise auf der Stelle. Positive Wirtschaftsdaten aus China haben in der vergangenen Woche die Kupferkurse auf US$ 6.608,00/t zwar steigen lassen, was ein neues Jahreshoch bedeutete. Dieses Niveau konnte allerdings nicht lange gehalten werden. Kupfer fiel auf US$ 6.380,00/t und es ist von einer weiteren Seitwärtsbewegung auszugehen. Analysten sehen die Prognosen für Kupfer hingegen positiv. Vielleicht erleben wir im Mai eine ähnliche Situation wie im letzten Jahr, die uns hohe Kupferkurse bescherte und das alte Börsianer Sprichwort wieder bestätigt hat: „Sell in May – go away“.

Schrottmarktbericht März 2019

Starke Nachfrage im Inland wie im Ausland lassen die Stahlschrottpreise erneut steigen.

Getrieben durch die starke Nachfrage der Türkei, Indien und anderen asiatischen Ländern entwickelten sich die Stahlschrottpreise anders als dies Anfang des Monats von den deutschen und europäischen Werken erwartet wurde. Die Preisverhandlungen waren müßig und zogen sich erneut bis Mitte des Monats hin, da sich die Werke mit der Preisfindung sehr schwer taten.

Letztendlich stiegen die Preise je nach Sorte und Ausgangsbasis zwischen € 5,00/t und € 10,00/t zum Vormonat. Die gute Auftragslage der europäischen Betonstahlhersteller und ein Monat mit den meisten Produktionstagen seit Dezember, wirkten sich positiv auf die Nachfrage aus. Das Schrottaufkommen an Altschrott war Jahreszeit bedingt eher schwach. Der Auftragsrückgang in der Automobilindustrie lässt die Mengen an Neuschrott ebenfalls schrumpfen. Auch der Maschinenbau meldete dieser Tage rückläufige Auftragseingänge.

Aussichten

Seit Wochen mehren sich in Deutschland die Anzeichen für eine abflauende Konjunktur. Jetzt haben auch die Wirtschaftsweisen ihre Prognose gesenkt. Hauptgründe für die geringeren Konjunkturaussichten sind die Produktionsprobleme vor allem in der Automobilindustrie, die einer der größten Arbeitgeber in Deutschland ist. Diese Entwicklung wird auch an der Stahlindustrie nicht spurlos vorbeiziehen. Der Schrottentfall bei den Automobilzulieferern ist bereits zurückgegangen. Trotzdem rechnet die Branche im kommenden Monat mit stabilen Preisen und geht von einer Seitwärtsbewegung der Preise aus.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Gemäß Daten des International Stainless Steel Forum (ISSF) ist die globale Edelstahlproduktion 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % auf ein neues Rekordhoch von 50,7 Mio. Tonnen gestiegen. Unter den großen Ländern bzw. Regionen, wo Edelstahl produziert wird, trug vor allem China zum Anstieg bei. Demnach produzierte China 26,7 Mio. Tonnen nicht rostenden Stahl, was einem Marktanteil von rund 53 % entspricht. In Europa blieb die Edelstahlerzeugung bei 7,4 Mio. Tonnen fast unverändert.

Die Nickelnotierungen blieben im Verlauf des Monats März relativ stabil. Der gestiegene Fe-Grundpreis sowie Preiserhöhungen für Ferrochrom, lassen die Preise für Edelstahlschrott weiter steigen. Die Prognosen sind gut. Bei einer festen Edelstahlnachfrage sprechen Analysten von weiter steigenden Nickelnotierungen bis Mitte 2019.

Aluminium

Aluminium

Ein Überangebot an Aluminium in Europa und verzögerte Abrufe der Automobilindustrie führten zu einem Rückgang der Blockpreise. Ein Hacker Angriff auf den größten Aluminiumhersteller Norsk Hydro, der große Teile der IT lahm legte, sorgte ebenfalls für Aufregung. Der Markt für Sekundäraluminium ist weiter unter Druck. Die Preise für Sekundärschrotte sind noch einmal zurückgegangen während für Primärschrotte immer noch Prämien bezahlt werden.

Kupfer

Buntmetalle

Auf dem deutschen Kupfermarkt bleiben die Kathodenprämien weiter unter Druck. Dies liegt an einer rückläufigen Nachfrage nach Kathoden, da die Schrottversorgung in den letzten Wochen wegen der anhaltend guten Kupfernotierungen sehr gut war. Am vergangenen Freitag gaben die Kurse jedoch deutlich nach. Der Kupferpreis fiel nach einem Achtmonatshoch von US$ 6.554,00 am Donnerstag auf US$ 6.350,00. Verantwortlich für den Kursrückgang sind demnach die schwachen chinesischen Handelsdaten aus China.

Schrottmarktbericht Februar 2019

Von Preisanstieg bis Preisrückgang – im Monat Februar war alles möglich

Nach dem Preisrückgang der Stahlschrottpreise im Januar zeigten sich die Stahlwerke Anfang des Monats wenig verhandlungsbereit und wollten die Preise unverändert fortschreiben. Ein großer italienischer Verbraucher signalisierte sogar Preisabschläge von 10,00 Euro pro Tonne. Nachdem die Preise im Tiefseemarkt jedoch zunehmend fester wurden und die Nachfrage der türkischen Verbraucher stark anstieg, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich das Blatt wenden würde. Die Preise stiegen – aber nicht für alle Sorten in gleicher Höhe und schon gar nicht in jeder Region. In Abhängigkeit der italienischen Stahlwerke stiegen die Preise im Süden Deutschlands nach zähen Verhandlungen zwischen 5,00 und 8,00 Euro pro Tonne. Im Norden, Osten und Westen entwickelten sich die Preise je nach Bedarf und Zeitpunkt des Abschlusses komplett unterschiedlich. Wieder einmal wurde deutlich welch großen Einfluss die türkische Nachfrage auf das Markgeschehen im Inland haben kann.

Aussichten

Für den kommenden Monat wird mit einer guten Nachfrage der Werke gerechnet. Interessant ist, dass die Werke ihre Preise für Walzdraht und Flachstahl um bis zu 35,00 Euro pro Tonne erhöht haben. Das bedeutet, dass nicht mit Preisabschlägen für Stahlschrott zu rechnen ist. Die türkischen Werke haben sich erst einmal eingedeckt und versuchen für Neuabschlüsse die Preise zurückzunehmen. Spannend bleibt, wie sich das Mengenaufkommen entwickeln wird.

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Legierter Schrott

Die Nickelnotierungen nahmen im Berichtsmonat zweimal die Marke von 13.000 USD ins Visier und zwar am Anfang und am Ende des Monats. Zur Monatsmitte kam es zu einer starken Kurskorrektur und Nickel sackte auf 12.100 USD pro Tonne ab, um anschließend gleich wieder Fahrt aufzunehmen, gestützt von Spekulationen über eine Verengung des Marktes. Geringe Lagerbestände und ein sinkendes Angebot seien verantwortlich für den Preisanstieg bei Nickel. Dem widersprachen Commerzbank Analysten in einer Researchnotiz: „In den LME-Lagerhäusern fallen zwar die Nickelvorräte weiter, aber auch dies ist nichts Neues. Zudem dürfte die Nickelproduktion in diesem Jahr stark ausgeweitet werden. Wir halten den Preissprung bei Nickel für nicht gerechtfertigt und sehen Korrekturbedarf.“

Aluminium

Aluminium

Am Aluminiummarkt kehrt nach der Aufhebung der US Sanktionen gegen den größten russischen Aluminiumproduzenten erst einmal etwas Ruhe ein. Was jedoch nicht bedeutet, dass sich die Lage entspannt. Wichtigster Partner der Aluminiumindustrie ist und bleibt die Automobilbranche und hier werden rückläufige Bestellmengen gemeldet. Auch der Blockpreis ist erneut unter Druck geraten und hat nachgegeben. Es überrascht daher nicht, dass die Preise für Sekundärschrotte sich nahezu unverändert auf niedrigem Niveau bewegen.

Kupfer

Buntmetalle

China ist nach den Neujahrsfeierlichkeiten zurück am Markt was sich gleich positiv auf die Handelsaktivitäten auswirkte. Kupfer stieg Mitte des Monats deutlich und notierte erstmals seit Anfang Juli 2018 wieder mehr als 6.500 USD pro Tonne. Möglicherweise ist dies auf die nun wieder vorhandene Möglichkeit einer friedlichen Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China zurückzuführen. Außerdem scheinen die angekündigten Konjunkturprogramme in China den Kupferpreis zu stützen.

Schrottmarktbericht Januar 2019

Preisrückrückgang im Stahlschrott

Das neue „Stahlschrott-Jahr“ wurde mit nachgebenden Stahlschrottpreisen eingeläutet. Was im Dezember noch verhindert werden konnte, ließ sich im Januar nicht mehr aufhalten. Viele Werke nahmen die gefallenen Stahlschrottpreise in Richtung Türkei zum Anlass, um ihre Preisforderungen durchzusetzen.

Die Preisabschläge fielen, je nach Werk und Region, unterschiedlich aus. Die italienischen Stahlwerke meldeten einen etwas geringeren Bedarf und konnten sich auf dem Inlandsmarkt gut versorgen. Schließlich hatten die italienischen Händler im Dezember nur sehr wenig verkauft. Die Abschläge bewegten sich hier zwischen € 15,00/t und € 20,00/t. In Deutschland waren die Preisreduzierungen im Süden mit € 30,00/t über alle Sorten am Höchsten. Diese Preise wurden jedoch eher als Abwehrpreise interpretiert, da die Badischen Stahlwerke in Kehl durch Umbaumaßnahmen derzeit nur reduziert produzieren. Im Westen gab es die geringsten Abschläge mit € 10,00/t, im Norden und Osten lagen die Abschläge zwischen € 15,00/t und € 25,00/t.

Aussichten

Die Fachpresse meldete in den letzten Tagen einen hohen Schrottbedarf und niedrige Bestände vieler türkischer Werke. Es soll Abschlüsse zu höheren Preisen gegeben haben. Die Branche geht daher von unveränderten Preisen im Februar aus. Dafür spricht auch die gute Auftragslage der Werke. So lange die Preisverhandlungen im Neustahlbereich noch andauern, werden die Werke weitere Preisabschläge im Stahlschrott vermeiden, um geforderte Preisnachlässe bei ihren Produkten zu verhindern.

Welche Auswirkungen die Importbeschränkungen der EU für bestimmte Stahlerzeugnisse aus Drittstaaten auf die Türkei haben, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen. Sollte die Türkei weniger Stahl exportieren können, würde sich das auch auf den Schrottimport auswirken und könnte zu sinkenden Stahlschrott-preisen führen, da Deutschland im besonderen Maße auf Stahlschrottexporte in Richtung Türkei angewiesen ist.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Entgegen allen Meldungen und Prognosen ist Nickel das einzige Metall, das derzeit einen Aufwärtstrend erlebt. Zum Jahresende erreichte Nickel mit US$ 10.724,00/t seine niedrigste Monatsnotierung und kletterte nun im Laufe des Monats auf über US$ 11.700,00/t mit dem Effekt, dass auch die Preise für Edelstahlschrotte wieder anzogen.

Aluminium

Aluminium

Die Lage am Aluminiummarkt hat sich gegenüber dem letzten Quartal 2018 nicht wesentlich verändert. Die Prämien für Halbzeug fähige Aluminiumschrotte sind noch einmal zurückgegangen, wie im übrigen die Masselprämien für Neualuminium auch. Im Sekundärbereich sind die Preise nach einem kurzen Anstieg wieder rückläufig. Alle Preise sind somit noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau. Sollten die Aufträge der Automobilbranche zurückgehen, würde dies auch fallende Blockpreise nach sich ziehen.

Kupfer

Buntmetalle

Über den Jahreswechsel hatte Kupfer die höchsten Verluste zu verzeichnen und notierte zeitweise um die Marke von US$ 5.800,00/t. Neue Hoffnungen auf ein Ende des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges ließen die Kurse kurzfristig auf knapp über IS$ 6.000,00/t ansteigen. Pressemeldungen aus China über ein schlechteres Wirtschaftswachstum ließen die Kurse kurze Zeit später wieder fallen. Die Abschläge der Werke haben sich nicht verändert. Die Handelsaktivitäten sind jedoch, gleich dem Wetter, auf dem Gefrierpunkt.

Schrottmarktbericht November 2018

Nach wie vor bestimmt das Niedrigwasser auf den deutschen Flüssen das Marktgeschehen

Das Thema ist in allen Medien, aber ändern wird sich an der prekären Situation erst etwas, wenn der lang ersehnte Regen fällt. Die Bahn ist mehr denn je gefordert, denn die Verfügbarkeit an Waggons ist nicht erst seit dem Niedrigwasser ein Thema. Einen großen Handlungsbedarf auf allen Verkehrswegen sieht der Verbandspräsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Herr Hans Jürgen Kerkoff, und fordert von der Politik Lösungen.

Eine Folge von Versorgungsengpässen bei einigen Stahlwerken führte im November zu leicht steigenden Schrottpreisen. Die Preiserhöhungen variierten zwischen unverändert und € 3,00/t bis € 5,00/t, je nach Bedarf und Sorte. Die Nachfrage nach Stahlschrott war gut, wobei sich die Recyclingwirtschaft im Klaren war, dass es angesichts der logistischen Probleme schwer sein würde fristgerecht auszuliefern.

Die Exportmöglichkeiten per Seecontainer in Drittländer sind nach wie vor gut. Die türkischen Werke verzögerten ihren Einkauf, immer noch in der Hoffnung die Preise senken zu können, was ihnen Ende November auch gelang.

Ein großes Problem haben aktuell die Shredderbetreiber in ganz Deutschland. Aktuell gibt es so gut wie keine freien Kapazitäten für die Verbrennung, der beim Shreddern anfallenden Shredderleichtfraktion. Das hat zur Folge, dass die Shredderbetriebe die Annahme für Karossen drosseln bzw. generell einen Annahmestopp aussprechen.

Aussichten

Das Jahr ist so gut wie gelaufen. Einige Stahlwerke werden aufgrund der logistischen Probleme bereits früher ihre Produktion herunterfahren. Es wird erwartet, dass sich die Preise im kommenden Monat wenig verändern. Während bei den metallverarbeitenden Betrieben die Schrottmengen leicht zurückgehen, ist die Auftragslage der Stahlwerke immer noch auf hohem Niveau.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Nickel ist und bleibt der Verlierer an den börsennotierten Metallen. Erstmals seit Dezember 2017 rutschte Nickel unter die Marke von US$ 11.000,00/t. Die Euphorie hinsichtlich einer starken Nickelnachfrage für Batterien im Rahmen der Elektromobilität, ließ den Preis im ersten Halbjahr 2018 auf fast US$ 16.000,00/t steigen. Obwohl die International  Nickel Study Group ein Angebotsdefizit von 108.000 Tonnen für die ersten drei Quartale bescheinigt, fielen die Kurse (Commerzbank Commodity Research 22.11.2018).
Die Edelstahlwerke nahmen die Preise für Edelstahlschrott deutlich zurück. Eine Verbesserung der Marktlage wird vorerst nicht erwartet.

Aluminium

Aluminium

Nach dem Rückgang der Preise für  Sekundäraluminium vor einigen Monaten, ist nun auch der Primärmarkt betroffen. Die Notierung für Primäraluminium rutschte unter € 1.700,00/t. Zudem gestaltet sich die Absatzlage zum Jahresende hin als schwierig. Die meisten Lieferungen an Halbzeugwerke lassen sich erst für das neue Jahr terminieren.

Kupfer

Buntmetalle

Trotz einem deutlichen Angebotsdefizit an E-Cu Kupfer blieben die Kupferkurse während des gesamten Berichtszeitraums nahezu unverändert. Die Kurse bewegten sich durchschnittlich bei € 5.400,00/t. Mitentscheidend für die weitere Entwicklung des Kupferverbrauchs und der sich entwickelnden Lagerbestände an der LME wird die Wirtschaftsentwicklung in China sein.

Schrottmarktbericht Oktober 2018

Gravierende Logistik- und Versorgungsprobleme durch Niedrigwasser

Die dramatisch niedrigen Pegelstände von Rhein, Neckar und Main haben die Frachtkosten über das Doppelte steigen lassen und führen in mehreren Branchen auch zu Versorgungsengpässen – in unserem Fall sind mehrere Stahlwerke davon betroffen. Die Verlagerung auf Schiene und Straße hat nur wenig Entspannung gebracht. Ganz im Gegenteil, die Waggongestellung der Bahn ist nicht nur seit dem Niedrigwasserstand ein Problem. Bei all diesen Logistikthemen gerieten die Schrottpreisverhandlungen ins Hintertreffen. Auf keinen Fall wollte die Branche weitere Preisabschläge hinnehmen. Bei einigen Sorten wurden die Preise geringfügig angehoben. Im Großen und Ganzen blieben die Preise unverändert.

Aussichten

Auch für den kommenden Monat wird eine Seitwärtsbewegung der Preise erwartet. Für die Sorte 2/8 schließen wir einen leichten Preisanstieg nicht aus, da die Nachfrage seitens der Werke sehr gut ist, und dies bei leicht rückgängigen Mengen. Anders hingegen bei Stahlaltschrott. Hier ist das Aufkommen sehr hoch. Der Abfluss ist, bedingt durch logistische Probleme, sehr schleppend. Die türkischen Werke haben zwar Bedarf, können aber nicht kaufen, da viele Exporteure keine Akkreditive bekommen.

Zunehmende Konjunktursorgen, Angst vor einem Handelskrieg, Streitereien innerhalb und außerhalb der EU – alles Themen, die großen Einfluss auf die internationalen Börsen haben. Die Kurse der Industriemetalle reagierten entsprechend und notierten täglich anders.

Legierter_Schrott

Legierter Schrott

Die LME Kursnotierungen für Nickel bewegten sich im Zeitraum der letzten Berichterstattung zwischen US$ 12.200,00 und US$ 12.700,00. Die Nachfrage der Edelstahlwerke nach legiertem Schrott ist sehr verhalten. Die Werke agieren vorsichtig und sind jetzt schon dabei die Lagerbestände abzubauen, um am Bilanzstichtag Ende Dezember die Bestände so niedrig wie möglich zu halten. Nachdem sie die Nickelinhaltspreise bereits letzten Monat zurückgenommen haben wird prognostiziert, dass diese weiter zurückgehen werden.

Aluminium

Aluminium

Wie schon im letzten Monat berichtet, geht die Schere zwischen Primär- und Sekundärmarkt weiter auseinander. Primärschrotte sind nach wie vor gesucht. Gespannt warten die Marktteilnehmer wie der Handelskonflikt zwischen Amerika und Russland weitergeht. Am 12. November läuft die erneut verlängerte Frist der USA ab, bis zu der die Geschäfte mit dem russischen Produzenten Rusal abgewickelt werden müssen. Im Sekundärbereich sind die Blockpreise noch einmal zurückgegangen und werden aktuell zwischen € 1.320,00/t und € 1.380,00/t gehandelt. Dementsprechend sind die Preise für Aluminiumspäne und Aluminium Sekundärschrotte gefallen. Es scheint jedoch, dass hier die Talsohle erreicht ist.

Kupfer

Buntmetalle

Die Kupfernotierungen schwankten in den letzten Wochen zwischen € 5.300,00/t und € 5.450,00/t, haben sich aber in Summe nicht groß verändert. Die Nachfrage der Werke ist gut, wobei sich die Lieferzeiten bereits in das kommende Jahr verschieben. Die Kupferbestände in den Lagerhäusern der LME haben deutlich abgenommen, was für eine gute Nachfrage spricht und auf steigende Kurse hoffen lässt.